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DSL-Zugangsdaten

Wozu Zugangsdaten?

Neben dem DSL-Anschluss, der auf Seiten des Provider freigeschaltet werden muss, bedarf es - während der Konfiguration des DSL-Anschlusses - der Eingabe eines Benutzernamens und eines Kenn- bzw. Passwortes zur Authentifizierung Ihrer Person und zur Verhinderung von Missbrauch.

Problematisch an diesen Zugangsdaten ist, dass man sie so selten braucht, denn wenn dies (möglicherweise nach Jahren) mal wieder der Fall ist, muss unter Umständen mühsam rekonstruiert werden, welche Zugangsdaten wofür waren.

Zudem "läppert" sich die Datenflut ganz schön, denn es geht ja nicht nur um die Daten vom Ihrem Provider, sondern auch um solche, die Sie selbst im Verlauf der Installation festgelegt haben. Ein Beispiel gefällig?

 

Für einen "Normalfall", nämlich einen Internetzuganges mit WLAN-Router werden folgende Zugangsdaten benötigt:

 

Zugangsdaten vom Provider (DSL-Zugang):

- Benutzername (Benutzernummer, Anschlusskennung, o.ä.)

- Passwort (oder PIN-Nummer)

 

E-Mail-Konto beim Provider

- Serveradresse für eingehende Mails (POP-Server)

- Serveradresse für ausgehende Mails (SMTP-Server)

- Benutzername

- Passwort (meist vom Nutzer selbst gesetzt oder zumindest veränderbar)

 

Router

- Routeradresse (IP-Adresse zur Administration über den Browser, z.B. 192.168.1.1)

- Administrationspasswort (zur Router-Konfiguration, i.d.R. ab Werk gesetzt und vom Nutzer veränderbar)

 

WLAN-Netzwerk

- WPA-Verschlüsselung (falls verwendet, vom Nutzer gesetzt)

- MAC-Adresse (falls verwendet, vom Nutzer selbst vergeben)

 

Das sind immerhin 10 verschiedene Zugangsdaten. Aus diesem Grund tun Sie gut daran, den Installationsvorgang für sich selbst quasi zu protokollieren oder zumindest alle Zugangsdaten nochmals im Zusammenhang der Installation zu notieren, damit Sie später noch wissen, wofür welches Passwort war. Achten Sie aber dann besonders darauf, diese Notizen vor Dritten zu schützen.

 

Woher beziehe ich die Zugangsdaten? Wie sehen die Zugangsdaten aus?

Die Übermittlung der Zugangsdaten erfolgt unterschiedlich. Bei einigen Providern befinden sich die Zugangsdaten in den Unterlagen beim DSL-Vertrag, einige verschicken die Zugangsdaten separat per E-Mail oder Post.

Ebenso unterschiedlich wird mit der Zusammensetzung der Zugangsdaten verfahren. Im Folgenden sind einige Beispiele für typische Benutzernahmen aufgeführt:

 

  • Freenet-Kunden haben als Benutzernamen eine Mischung aus einem Kürzel für das Unternehmen und die Verbindungsart (hier "Realm" bezeichnet) und fügen diesem den Login-Namen hinzu. Beispiel: frn6/Heike-Hilfe. Als Kennwort wird die PIN-Nummer und das Passwort ohne Leerzeichen hintereinandergeschrieben.
  • Versatel-Kunden geben ihren Vor- und Nachnamen von einem Bindestrich getrennt an und vervollständigen das Kennwort mit "@versatel". Beispiel: Heike-Hilfe@versatel. Als Kennwort geben sie eine mitgelieferte Zeichenkombination ein.
  • Arcor-Kunden finden Benutzername und Passwort im Zugangsdaten-Brief unter "Ihr Internetzugang". Der Benutzername ist ein Unternehmenskürzel, dem eine Zahlenkombination folgt.
  • T-Online-Kunden fügen für den Benutzernamen ihre zwölfstellige Anschlusskennung (A), die T-Online-Nummer (N), eine Raute und 0001, was für die Mitbenutzer steht und @t-online.de zusammen. Beispiel: AAAAAAAAAAAANNNNNNNNNNN#001@t-online.de.
  • Lycos-Kunden setzen ihren Benutzernamen aus der Bezeichnung für die Tarifart (z.B. Flatrate), die Benutzernummer (die ID), dem Benutzernamen und @lycos.de zusammen. Beispiel: flatrate/ID-Heike.Hilfe@lycos.de.

Müssen die Zugangsdaten bei jedem "Gang" ins Netz eingegeben werden?

Nein, zumindest nicht alle. Um den Anschluss vor unbefugten Zugriffen zu schützen, ist es allerdings sinnvoll, bestimmte Funktionen mit Zugangsbeschränkungen zu belegen. Die optimale Lösung hierfür ist aber nicht die erneute Eingabe der DSL-Zugangsdaten, sondern die liegt eher in der schlauen Verwendung der Benutzerfunktionen auf der Ebene des Betriebssystems.

 

Als konkretes Beispiel bedeutet dies, dass die DSL-Zugangsdaten in ihrem Router/Rechner gespeichert bleiben, wenn Sie aber nicht möchten, dass z.B. Ihre Kinder den Internetanschluss nutzen, richten Sie in Ihrem Windows XP ein neues Benutzerprofil mit Passwortschutz ein, welches Sie nicht für den DSL-Zugang konfigurieren. So müssen Sie zwar vor jedem Gang ins Netz das Benutzerprofil wechseln, aber das geht noch immer wesentlich schneller, als die DSL-Zugangsdaten einzugeben.