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Was kostet DSL?

Auch für geübte Netznutzer ist es oft eine Herausforderung, sich im DSL-Tarifdschungel zurechtzufinden. Hinzu kommt, dass ein DSL-Zugang oft aus einer Kombination unterschiedlicher Dienste und Dienstleister besteht. Die folgende Grafik soll die Struktur der Preise zeigen, wie sie in der Regel ist.

Nulleuroangebote, Kombi- und Komplettpakete, Bundles und All-In-One-Tarife - der DSL-Markt ist wild, aber zähmbar: unten finden Sie die wichtigen Kostenfaktoren aufgeführt.

Hinweis I: Diese Angaben (in dem Bild links und im Text unten) entsprechen nicht den Marktpreisen bestimmter Anbieter, sondern sollen lediglich einer groben preislichen Orientierung auf dem DSL-Markt dienen.

Hinweis II: Die Angebote der DSL-Provider können sich je nach Wohnort massiv unterscheiden. Dies hat zur Folge, dass unsere Preisempfehlungen nicht für jeden zutreffen können. Wenn Sie an Ihrem Wohnort die Wahl zwischen vielen Providern haben, können sie womöglich günstiger als hier beschrieben mit DSL ins Internet gelangen, an anderen (meist ländlichen) Orten haben Sie mitunter wenig Auswahl und müssen vielleicht sogar mehr bezahlen.

Einmalige Kosten

  • Einrichtungskosten - ca. 30,- bis - 150,- € bei Selbstmontage, bei größerer (z.B. ab 2000er) Bandbreite oder bei Produktpaketen entfällt die Einrichtungsgebühr häufig
  • Kosten für Geräte - häufig subventioniert durch den Provider, zweijährige Vertragsdauer ist leider noch üblich, wobei immer mehr Provider zu kundenfreundlicheren Kundigungsfristen übergehen (z.B. 1 Monat zum Monatsende)
  • Splitter/ TAE-Dose/ ISDN-NTBA werden meist gestellt und können dann vom Anschlussanbieter angefordert werden
  • Modem - zwischen 20,- und 50,- € - das altes 56k-Analogmodem ist nicht geeignet, es muss ein DSL-Modem sein
  • Netzwerkkarte - nur an älteren Computern muss die Netzwerkkarte zuweilen nachgerüstet werden - zwischen 10,- und 15,- €
  • Router - große Preisspanne - ab 30,- € - XXX
  • WLAN-Router - ebenfalls große Preisspanne - beginnend bei 40,- €, Kombigeräte inkl. Modem und einigen Zusatzfunktionen gerne auch 120,- €

Monatliche DSL-Kosten (marktübliche Tarife)

  • Anschluss Telefon - muss vorhanden sein
  • Anschluss DSL - eine Grundgebühr, die sich nach der Brandbeite (1000, 2000, 6000, 20000) richtet - i.d.R. zwischen 12,- und 30,- €
  • DSL-Tarif - je nach Art (Volumen-, Zeittarif oder Flatrate) und Provider ab 0,- € - meistens 5,- bis 15,- € monatliche Kosten (marktübliche Tarife)

Aufpreise/Extras

  • Einrichten/ Techniker kommen lassen: Den Techniker für einen Internetanschluss zu rufen ist in der Regel nur nötig, wenn die Hardware in Ordnung ist. Auch bieten die Provider sogenannte Fernkonfigurationen an... Beides sollte auch in einem technikfernen Haushalt für die Installation nicht notwendig sein, es sei denn, denn, die Telefonleitung oder Dose funktionieren nicht richtig.
  • Zusätzliches Datenvolumen (Traffic) 1 Cent pro MB ist üblich. Bei Flatrates fällt kein zusätzliches Datenvolumen an.
  • Gerätemiete - bei DSL sehr selten - es gibt Anbieter, die vorkonfigurierte Router vermieten - nicht sehr lohnenswert bei normalen Anforderungen - einige DSL-Anbieter stellen eigene Hardware für die Zeit der Vertragsdauer zur Verfügung, die Eigentum des Providers bleibt.
  • Kombinierte Flatrate - zusätzliche Telefon-Flatrate in bestimmte Länder oder ins Festnetz: etwa 10,- €

Kostenunterschied Datenvolumen - Flatrate

Die Nulleuros sind häufig Volumentarife - hinzu kommen Telefon- und DSL-Anschlussgebühren. Der Unterschied zwischen einem Datenvolumen-begrenzten Tarif und einer regulären Flatrate ist in der Regel ein Betrag von 5,- €.

Kauf gebrauchter Hardware

DSL-Modems gibt es wie Sand am Meer. Auch bei Ebay. Wenn Sie ein gebrauchtes Modem erstehen wollen, müssen Sie sich entscheiden, ob Sie ältere Modelle oder Modems für den Einbau in den Computer zwischen 15,- und 25,- € kaufen oder aktuellere Modems, die vielleicht noch einige Monate Herstellergarantie haben, wofür Sie allerdings etwas mehr investieren müssen. 40,- € sollten jedoch reichen.

50,- bis 80,- € müssen Sie einkalkulieren, wenn Sie Modems kaufen möchten, in die ein WLAN-Router integriert ist. Bei der Suche wird Ihnen auffallen, dass die meisten Modems im Angebot einen Router integriert haben (bzw. die Router ein Modem). Diese Kombination ist inzwischen üblich, recht praktisch und hat keinen Nachteil gegenüber separaten Geräten. Im Gegenteil: ein Kombigerät spart Platz, minimiert den Kabelsalat und bietet mit seinen Zusatzfunktionen auch für den unbedarften Internetneuling praktische Varianten im Aufbau des Heimnetzes.

Auffallend ist auch, dass die günstigsten (gebrauchten) DSL-Modems häufig Modems zum Einbau in den Computer oder welche für den Anschluss über einen USB-Steckplatz an Ihren Computer sind. Die Modems zum Einbau sind nicht zu empfehlen, wenn Sie Ihren Anschluss perspektivisch um einen Router ergänzen möchten. Im selben Fall müssen Sie bei einem USB-Modem auf einen Router zurückgreifen, der eine USB-Schnittstelle hat, was selten der Fall ist.

Was müssen Sie also investieren - ein gutes Geschäft:

Ein gutes Geschäft machen Sie, wenn Ihr Provider Ihnen die Hardware gänzlich subventioniert und die Einrichtungsgebühr erlässt. Das gibt es! Leider nicht überall. Faustregel für die regelmäßigen Kosten: Wenn Sie im Monat ungefähr 50,- € zahlen, sollten sämtliche Kosten zwei Flatrates abgelten: die DSL- UND eine Telefon-Flatrate.

Bei Telefon-Flatrates auf die Verbindungskosten achten. Verbindungskosten in mobile Netze variieren stark, während die Flatrate sich oft auf das Festnetz bezieht. Wenn Sie häufig Mobiltelefone anrufen, sollten Sie sich die Tarife genau ansehen. Für einen günstigen Tarif mit Telefon- und DSL-Anschlussgebühren kann durchaus mit 25,- € pro Monat dabei sein. Im Glücksfall sind darin noch Verbindungskosten oder andere Leistunden enthalten.