Alternativen zum DSL-Internetzugang
In vielen Städten und auch in ländlichen Gebieten gibt es mittlerweile Alternativen zur DSL-Technik. Allerdings kommt es auch hier wieder nur auf den jeweiligen Wohnort an. Da sich die Technologien komplett voneinander unterscheiden, ist für jede Technik natürlich auch eine entsprechende Hardware (Geräte) nötig. Trotzdem kann es sich durchaus lohnen, einmal genau nachzuforschen, was alles am Ort verfügbar ist.
Kabelanschluss
Viele Kabelanbieter bieten Ihren Kunden inzwischen auch einen Internetzugang und Telefon über den Kabelanschluss. Die Kabeldose in der Wand hat dann nicht mehr zwei sondern drei Buchsen, also TV, Radio und Internet. In die Datendose wird ein Kabelmodem gesteckt und damit haben Sie Internet und Telefon. Falls Sie auch an Digital TV interessiert sein sollten, lässt sich hier eventuell auch ein Paket finden. Anschluss und Einrichtung sind denkbar einfach und die Qualität des Anschlusses ist einer Anbindung über DSL ebenbürtig oder möglicherweise sogar besser. Technisch gesehen ist das für TV-Kabel benutzte abgeschirmte "Koaxialkabel", leistungsfähiger ist als die beiden umeinander gedrehten Kupferkabel einer Telefonleitung. Preislich gesehen ist der Internetanschluss über das Kabel mindestens wettbewerbsfähig, wenn nicht sogar überlegen. Es gibt nicht nur günstige Preise für Flatrates oder Telefonanschluss, sondern auch interessante Pakete und Kombinationen, da über das Kabel ebenfalls TV, Digital TV und Telefon angeboten werden.
Internet über das Stromnetz: DPL, Powerline, etc.
Der Internetzugang aus der Steckdose also. Diese Technik sah zur Jahrtausendwende noch so vielversprechend aus, aber offenbar konnte sie sich nicht durchsetzen. Es gibt nur wenige regional stark begrenzte Angebote aber insgesamt spielt diese Technologie aber kaum mehr eine Rolle. Vielleicht ja irgendwann mal wieder.
SDSL (synchrones DSL)
SDSL wird häufig genannt, wenn es um sehr schnelle Internetzugänge geht. Allerdings handelt es sich hauptsächlich um Angebote für Geschäftskunden, zumal die Preise für die gleichen Datenraten beim hoch- und runterladen im Vergleich teurer ausfallen.
W-LAN
Drahtlose Netzwerke sind im Zusammenhang mit DSL und W-LAN im Haus längst bekannt, aber in diesem Fall ist W-LAN ja nur die "drahtlose Verlängerung" des DSL-Anschlusses. Als "Hotspots" , "Access Points" oder "W-LAN-Wolken" sind sie an Flughäfen, Bahnhöfen oder auf Messen durchaus die Regel. Manchmal als kostenloser Service oder Werbeaktion. Momentan ist diese Technologie aber (meist aus Kostengründen) keineswegs flächendeckend verfügbar, sondern wird eher z.B. von Touristen genutzt.
WiMAX
Ein relativ neuer Standard für drahtlose Datenübertragung (oft auch in Kombination mit WLAN), basiert auf Mikrowellen und hat bisher einen sehr vielversprechenden Start hingelegt. Bisher noch an wenigen Orten erhältlich und meist auch kostspieliger als DSL, möglicherweise aber schon in naher Zukunft eine ernstzunehmende Alternative zu DSL. Wird zunächst vornehmlich dort eingesetzt, wo kein DSL verfügbar ist.
UMTS
Eigentlich als Mobilfunk-Standard seit langer Zeit angekündigt und jetzt in Funktion. Die Geschwindigkeit (384 kbit/s) kan sich nicht ganz mit einem DSL-Internetzugang messen, UMTS ist aber für einen durchschnittlichen Nutzer mit niedrigen Ansprüchen durchaus brauchbar. Die Verfügbarkeit ist (dank Mobilfunkstandard) recht hoch, jedoch (noch) nicht flächendeckend. In der Nutzung allerdings bisher noch deutlich teuerer als DSL.
Internetzugang über Satellit
Ein spezieller Fall ist der Internetzugang über Satellit. Im Gegensatz zu den anderen mögen Satelliten zwar flächendeckend verfügbar sein. Der Haken ist aber, dass der Weg in das Netz (Upstream) nicht einfach über den Satelliten zurück führen kann. Für den Rückkanal muss weiterhin der Telefonanschluss herhalten, so dass auf dieser Seite weitere Kosten entstehen können. Die Downloads aus dem Netz sind ungemein schnell, aber dann müssen die Daten mit denen aus dem Telefonnetz zusammengeführt werden.
Glasfaser
Bisher waren jene traurig, die über moderne Glasfaserkabel statt der DSLtauglichen Kupferkabel in ihrem Wohnhaus verfügen, nun gibt es auch die Dienste. Wo?
Natürlich nur in ein paar Testregionen, wie sich das für eine neue Technologie gehört. Bis sie allerdings ausgereift ist, kann es noch lange dauern. Fachleute vermuten, dass es frühestens 2008 so weit ist bis zum Glasfaser-Durchbruch. Von daher also eher vorerst Zukunftsmusik für die breite Nutzerschaft. Danach jedoch werden neue Bandbreitenträume Realität.