1. Schritt: Anschluss der Hardware
Für einen vereinfachten Überblick gehen wir zunächst von einem DSL-Modem mit Ethernet-Anschluss und einem Computer mit Netzwerkkarte aus:
Der Basisanschluss
Entfernen Sie etwaige Telefone bzw. Telefonkabelstecker aus der Telefondose. Nun verbinden Sie mit einem Telefonkabel den mittleren Steckplatz (die "F-Buchse") Ihrer TAE-Telefondose mit dem Splitter. Splitter bis zur Baureihe 12/2001 müssen manuell auf "analog" umgeschaltet werden. Neue Splitter machen das automatisch. Sobald dies geschehen ist, können Sie an den Splitter das Telefon bzw. die ISDN-NTBA-Anlage schließen. Ab jetzt sind Sie wieder telefonisch erreichbar. Sie fahren fort, indem Sie den Splitter mit dem Modem verbinden. Die Steckplätze an Modem und Splitter für die RJ45-Stecker sind mit DSL gekennzeichnet.
Sobald das Modem über ein Netzteil mit Strom versorgt ist, versucht es, eine DSL-Verbindung mit der Vermittlungsstelle herzustellen. Ist dies erfolgt , leuchtet das grüne DSL-Lämpchen am Modem. Nun folgt der Anschluss des Modems an die Netzwerkkarte des Computers. Sie können mit der Konfiguration des Internetzuganges beginnen.
Anschluss mit ISDN-Karte - faxen wie immer
Eine in die Hardware integrierte ISDN-Karte verändert den Aufbau des DSL-Anschlusses nicht. Wenn Sie "wie bisher" über den Computer Faxe versenden möchten, können Sie die ISDN-Karte des Computers mit dem ISDN-NTBA verbinden. Haben Sie bisher über Ihren Computer mit einem 56k-Modem gefaxt, ist dies weiterhin möglich, wenn Sie die Installation beibehalten, den 56k-Modem-Stecker jedoch nicht mehr an die TAE-Dose, sondern an eine N-Buchse des Splitters schließen (ein Splitter ist äußerlich fast wie eine TAE-Dose gehalten - zumindest was die gewöhnlichen TAE-Steckplätze angeht: in der Mitte eine F-Buchse für das "normale" Telefon, links und rechts N-Buchsen für Modem, Fax oder Anrufbeantworter).
Anschluss mit einem Router
Router werden zwischen DSL-Modem und Computer installiert (wenn in den Router ein Modem integriert ist zwischen Splitter und Computer). Die Verkabelung erfolgt über Ethernet-Kabel mit RJ45-Steckern (Netzwerk-Stecker). Am Router stehen Ihnen mehrere sogenannte LAN-Ports (RJ45- oder Netzwerk-Steckplätze) zur Verfügung. Am Computer wird der Router statt des Modems an den Steckplatz der Netzwerkkarte geschlossen. Bei einem WLAN-Router entfällt diese Verkabelung zum Computer natürlich. Wenn Sie ein Haus mit mehreren Etagen über WLAN versorgen möchten, ist es sinnvoll, den WLAN-Router in der obersten Etage unterzubringen. Achten Sie darauf, dass weniger der Aufbau als die Konfiguration des DSL-Anschlusses sich mit einem Router verändert!
IP-Telefonie
Wer DSL hat, will häufig auch Voice-over-IP (VoIP) nutzen. Eine Entscheidung für VoIP wird den Aufbau Ihres DSL-Anschlusses nicht beeinflussen. Entweder wird die benötigte Hardware direkt am Computer installiert oder Sie kaufen (oder bekommen von Ihrem Provider) einen Multifunktionsrouter, der einen Steckplatz für Telefone besitzt.